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Inklusion im Klettersport

  • Informazioni sulle iniziative
  • Obiettivi di Sviluppo Sostenibile delle Nazioni Unite
  • Informazioni sull'organizzazione non profit

ManK (Mehr als nur Klettern) entwickelt zukunftsweisende Zugänge zum Klettersport und versteht Inklusion nicht als Zusatzangebot, sondern als strukturelles Prinzip. Ziel ist es, Kletterräume so zu gestalten, dass sie der Vielfalt unserer Gesellschaft entsprechen – offen für alle, wirksam und nachhaltig.

Im Fokus stehen Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die in klassischen Sportsettings oft wenig Platz finden: Menschen mit Behinderungen, Kinder und Jugendliche mit herausforderndem Verhalten, Personen mit psychosozialen Belastungen, Erwachsene die einfach ein individuelleres und persönliches setting benötigen, sowie Menschen mit Migrationshintergrund. ManK schafft Rahmenbedingungen, in denen Unterschiedlichkeit nicht kompensiert, sondern als Potenzial und Chance verstanden wird.

Klettern wird dabei als innovatives Entwicklungs-, Therapie- und Bildungsinstrument eingesetzt. Die vertikale Bewegung verbindet Körpererfahrung mit emotionaler Regulation, sozialem Lernen und Verantwortungsübernahme. In professionell geführten Einzel- und Gruppensettings entstehen Lernräume, die Selbstwirksamkeit stärken, Resilienz fördern und nachhaltige Integration ermöglichen.

Darüber hinaus initiiert und begleitet ManK strukturelle Veränderungsprozesse in Kletterhallen und Partnerinstitutionen. Durch Konzeptentwicklung, Sensibilisierung und praxisnahe Umsetzung trägt ManK dazu bei, Barrieren abzubauen – sowohl physische als auch soziale.

ManK steht für einen modernen, gesellschaftlich relevanten Klettersport: inklusiv gedacht, fachlich fundiert umgesetzt und konsequent am Menschen orientiert.

Inklusive, niederschwellige und sozialverträgliche Sportangebote sind gesellschaftlich bedeutsam, jedoch mit vielfältigen Herausforderungen verbunden. Sie richten sich an Menschen mit sehr unterschiedlichen körperlichen, kognitiven, sozialen und kulturellen Voraussetzungen und erfordern deshalb hohe fachliche Kompetenz, flexible Strukturen und stabile Rahmenbedingungen.

Ein zentrales Spannungsfeld liegt in der Finanzierung und Nachhaltigkeit: Niederschwellige Angebote sollen möglichst vielen Menschen offenstehen, können jedoch aufgrund erhöhter Betreuungsintensität, kleiner Gruppengrössen und qualifizierten Fachpersonals selten kostendeckend geführt werden. Gleichzeitig passen individuelle Förderansätze und integrative Settings nicht immer in bestehende, leistungsorientierte Sportstrukturen.

Die Arbeit mit heterogenen Gruppen sowie mit Kindern und Jugendlichen mit herausforderndem Verhalten erfordert pädagogische Erfahrung, Beziehungsarbeit und klare Strukturen. Hinzu kommt, dass insbesondere vulnerable Zielgruppen Zeit und Vertrauen benötigen, um nachhaltig am Angebot teilzunehmen. Niederschwelligkeit bedeutet daher nicht nur einen einfachen Zugang, sondern auch Kontinuität, Verlässlichkeit und kulturelle Sensibilität.

Darüber hinaus stellt die strukturelle Verankerung inklusiver Angebote eine Herausforderung dar. Ziel ist es, Stigmatisierung zu vermeiden und Teilhabe selbstverständlich zu gestalten, was koordinationsintensive Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteurinnen und Akteuren voraussetzt.

Die Herausforderungen inklusiver, niederschwelliger und sozialverträglicher Angebote lassen sich nicht durch Einzelmassnahmen lösen, sondern durch ein strukturiertes, mehrdimensionales Vorgehen. Zentrale Lösungsansätze sind:

Eine nachhaltige Finanzierung kann durch Mischmodelle gesichert werden: Kombination aus Teilnehmerbeiträgen, Fördergeldern, Stiftungsunterstützung, Kooperationen mit öffentlichen Stellen sowie sozial gestaffelten Tarifen. Ergänzend können Patenschaften oder Solidaritätsmodelle dazu beitragen, finanzielle Hürden für Teilnehmende zu senken. Dazu arbeiten wir eng mit der Förderverein WIRklettern zusammen. Der Verein ist für Fundraising und gemeinnützige Unterstützungsprojekte zuständig. (Spendenkonto: IBAN: CH78 8080 8003 7668 4160 4 , Raiffeisenbank Luzern)

Strukturell braucht es flexible Angebotsformate. Kleinere Gruppen, modulare Kursmodelle, offene Trainingsfenster oder begleitete Integrationsphasen ermöglichen individuelle Einstiege. Gleichzeitig sollten inklusive Angebote nicht isoliert, sondern bewusst in bestehende Strukturen eingebettet werden, um Parallelwelten zu vermeiden.

Qualitätssicherung ist ein zentraler Erfolgsfaktor. Fachpersonal mit sportlicher, pädagogischer und therapeutischer Kompetenz schafft Sicherheit im Umgang mit heterogenen Gruppen und herausforderndem Verhalten. Regelmässige Reflexion, Supervision und Weiterbildung stärken die Professionalität langfristig.

WIRklettern

With a wealth of experience, dedication, and empathy, ManK offers climbing courses for all climbing enthusiasts, regardless of the physical or mental condition they bring with them when entering a climbing gym. In doing so, we set pioneering impulses and open up new perspectives in the sport of climbing.

Collaboration between ManK and the WIRklettern Support Association

Under the banner of ManK – Mehr als nur Klettern (More than just climbing), I live inclusive and socially impactful work every day through direct contact with children, teenagers, and adults. ManK was founded in 2016 at the PILATUS INDOOR climbing gym in Root and has evolved through numerous, diverse, and inclusive climbing programs. Since the summer of 2024, I have been running this venture independently. Because the legal form of a GmbH (limited liability company) severely restricts access to public funding and grants, I co-founded the support association WIRklettern in November 2025 together with Andrea Steinmann (a wheelchair user) to secure the structural and financial foundation of this work for the long term.

With WIRklettern, my clear intention is to provide people with disabilities with reliable and equal access to the sport of climbing, and to permanently eliminate the financial uncertainty surrounding paraclimbing activities. The association's structure makes it easier to apply for
grants, ensures sustainable funding, and creates room for the strategic development of projects.

However, WIRklettern stands for more than just funding: people with disabilities should not merely be participants, but active co-creators – with audible voices that confidently bring in their perspectives, ideas, and concerns, actively shaping the further development of our programs.

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Caro Käser

Leader del progetto
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